Motivation

Was mich antreibt

In Deutschland wird das Bewusstsein für Ernährung beinahe von Woche zu Woche grösser. Kein Tag vergeht ohne irgendeine Kochshow irgendwo im TV-Dschungel, Promiköche sind in so gut wie sämtlichen Medien vertreten. Koch-Events schießen wie Pilze aus dem Boden und touren quer durch die Republik. Zur gleichen Zeit erlebt der Absatz von Bioprodukten einen noch nie da gewesenen Boom. Allerdings, und das ist ein kleines Manko an diesem stetig wachsenden Trend, der das Bewusstsein für unsere Ernährung deutlich erweitert hat: Die für die Gesundheit eines Menschen so wichtigen Inhaltsstoffe in unserer Ernährung werden so gut wie gar nicht erwähnt. Hauptsache satt und lecker! Aus genau diesem Grund bin ich der Meinung, dass wir dringend eine Ernährungs- Revolution brauchen, denn mit „immer Satt und Lecker“ haben sich in den letzten Jahrzehnten Ernährungsgewohnheiten herausgebildet, die alles andere als gesund sind. Die Zeit für ein Umdenken ist gekommen.

Bisher gibt es nur eine kleine Gruppe von Konsumenten, die sich dieses Thema zu Eigen gemacht haben und als logische Konsequenz Nahrung genauer begutachten, Vor- und Nachteile bestimmter Lebensmittel einschliesslich deren Zubereitung abwägen und dann bewusst eine Entscheidung treffen. Aber auch diese (noch) kleine Gruppe wächst und wächst und wächst. Mit anderen Worten, das Bewusstsein für qualitativ hochwertige Nahrungsmittel, für Lebensmittel im wahrsten Sinne des Wortes, entwickelt sich in unserem Lande genau in die richtige Richtung. Lebensmittel können, richtig angewendet, nicht nur lecker schmecken und satt machen. Sie sind darüber hinaus in der Lage, davon bin ich überzeugt, die Gesundheit eines Menschen stabil zu halten und falls es dafür einmal zu spät sein sollte, seine Gesundheit wiederherstellen.

Ich selbst habe den Tag erlebt, an dem es „zu spät“ war. Im Dezember 2006 lautete die Diagnose Lungenkrebs im Endstadium. Der Tumor hatte bereits metastasiert, was aus der Sicht eines Schulmediziners das Entfernen von Lymphknoten notwendig machte. Heute erfreue ich mich bester Gesundheit. Ich fühle mich vitaler, jünger und leistungsfähiger als je zuvor. Woran liegt das? Vielleicht daran, dass ich Chemotherapie und Bestrahlung abgelehnt hatte? Oder vielleicht daran, dass ich meine Ernährungsgewohnheiten radikal erneuert habe? Ein ayurvedischer Arzt empfahl mir diesen vollständigen und kompromisslosen Wandel. Ich habe mich damals darauf eingelassen, ohne zu wissen, ob dieser Weg tatsächlich funktionieren würde. Ich war und bin lediglich davon überzeugt, dass die Natur für jede Krankheit ein Heilmittel hat und mein Körper, wenn man Nahrung als Medizin richtig anwendet, darauf entsprechend reagieren würde. Und er tat es!

Von dieser Tatsache bin ich so fasziniert, dass ich den Menschen in diesem Lande, in Europa, in der Welt diesen Weg, den Weg den ich gegangen bin, näher bringen möchte. Diese Aufgabe, für die ich heute lebe, ist die stärkste Motivation, die ich jemals erfahren durfte. Sie treibt mich an, mehr und mehr über die Verbindung von Ernährung und Gesundheit herauszufinden und ermutigt mich, meine Recherchen immer weiter auszudehnen und die alten Heilsysteme der traditionellen chinesischen Medizin, des Ayurveda und die der modernen Wissenschaft zu erforschen.

Auf Seminaren, Vorträgen und Workshops kann ich über meine persönliche Erfahrung und mein Wissen sprechen und die Reaktionen der Zuhörer geben mir Recht. Das Wissen und die Informationen, die ich durch meine Heilung vom Krebs erworben habe, werden von den Zuhörern interessiert aufgenommen. Die Menschen haben heute eine hoffnungsfrohe Erwartung und ich darf diese Hoffnung bestärken und bestätigen, denn ich lebe dieses Beispiel von der Nahrung als Medizin oder Medizin als Nahrung (Hippokrates).

Es ist dieses weiter oben erwähnte Informationsdefizit, es ist die Unwissenheit der Konsumenten, die ich helfen möchte ein Stück weit zu beseitigen. Ich möchte über die Macht kommunizieren, die einerseits in unseren wild wachsenden Kräutern und Pflanzen und auf der anderen Seite in den von der ökologischen Landwirtschaft kultivierten Nahrungsmitteln wie Obst, Gemüse, Salate, Wurzeln und Getreide steckt. Wir sprechen hier von der Macht, einen kranken Körper mit Hilfe seiner Selbstheilungskräfte wieder zu seiner ursprünglichen Stärke zurückzubringen. Der Schlüssel zu dieser Fähigkeit liegt in unserem Immunsystem. Dieses uns angeborene und sehr komplexe System zur Selbstheilung schenkt uns die Fähigkeit, Krankheiten dort zu kurieren wo sie ihren Ursprung haben.

Auf der anderen Seite leben wir in einer Gesellschaft, die von Machtstrukturen durchzogen ist und somit von verschiedenen Gruppen und deren Interessen gesteuert wird. Das bedeutet, auch im täglichen Umgang mit unserer Ernährung, dass ganz gezielt Wissen, Erfahrungen, Statistiken usw. unterdrückt, gefiltert, manipuliert und selektiert werden, damit der Konsument nur das erfährt, was er erfahren soll. Welche Konsequenzen hat das für uns? Im Falle einer Erkrankung wie z.B. Krebs werden die alternative Heilmethoden nicht kommuniziert, werden Ängste erweckt und geschürt und Szenarien aufgebaut, die bestimmten Behandlungsmethoden den Vorzug geben.

Gesundheit ist natürlich unser höchstes Gut, aber gleichzeitig ist Gesundheit heute auch der wohl größte Umsatzträger weltweit. Clemens Kuby sagte einmal in einem Interview, der Umsatz der Gesundheitsindustrie wäre wahrscheinlich größer als der in der Computer-, der Automobil- oder in der Stahlbranche. Damit will ich nicht unterstellen, dass man dem Menschen nicht helfen möchte, wieder gesund zu werden. Es gibt aber ein Auswahlverfahren, was einem Patienten angeboten werden soll, darf, und was nicht. Normalerweise geht ein kranker Mensch davon aus, dass der Arzt seiner Wahl nur ein einziges Interesse hat, dass er wieder gesund wird. Aber das, denke ich, ist ein schon beinahe blindes Vertrauen, welches man durchaus einer genaueren Prüfung unterziehen sollte. Schauen Sie sich bitte nur einmal an, welche Mittel und Möglichkeiten einem Arzt heute zur Verfügung stehen und welche davon zur Anwendung kommen. Auch hier finden Sie den bereits beschriebenen Auswahlprozess, der schon bereits während des Studiums angewandt wird. Welche Wahl habe ich also? Ich habe die Wahl, für meine Gesundheit selbst die Verantwortung zu übernehmen und mich nicht länger alleine darauf zu verlassen, dass der „Onkel Doktor“ mich wieder gesund machen wird. Und ich sollte die Bereitschaft mitbringen, mich entsprechend bewusst zu ernähren – ohne dabei dogmatisch zu sein, indem ich z. B. gewisse Ansätze von vornherein ausklammere!

Changefood.net ist eine Plattform, die all den Menschen ein Sprachrohr bietet, die sich bewusst und in eigener Verantwortung um ihre Gesundheit kümmern und die sich bereits erfolgreich von einem gesundheitlichen Mangel in irgendeiner Form mit Hilfe von Nahrungsmitteln befreit haben. Nahrung ist Medizin und Medizin ist Nahrung, dass wusste schon Hippokrates und wer das bereits selber erfahren durfte, der kann sich hier dazu bekennen. Darüber würden sich nicht nur ich, sondern auch all die anderen Menschen sehr freuen, die davon überzeugt sind, dass Lebensmittel etwas ganz Besonderes und sehr Wertvolles für uns sind.

Ralf Brosius

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